Freitag, 23. August 2013

Unterwegs - On the road

Ich habe nun endlich mal Zeit gefunden all meine Fotos zu ordnen, daher hier ein paar Schnappschüsse von unterwegs:

 Viele Flüsse - viele Brücken

 Morgens um 6 Uhr irgendwo in Alaska..

 Abschied Uli 

 Papa Thorsten macht Essen, Renee versucht die Gabel zu hypnotisieren..hatte halt Hunger und musste mich ablenken. Für mich wurde der Begriff "hangry" erfunden = hungry + angry ;)

Pee break in Denali NP


 Ein Blick in den Seitenspiegel..wunderschön.

 Viele Gletscher, viele Wasserfälle


 Über den Wolken

 ATKA on tour

 Sun set

 Meine waren größer :)


 Alaska Fischer bei der Arbeit von Land aus

 Berge, Flüsse, weite Landschaft und ein Gletscher im Hintergrund.

 Ähh, genau..

 3 von uns am einsamen Strand...Zivilisation ist anders.


 Lunch ;)

Brrr...kalt. Aber schön.

Freitag, 16. August 2013

Denali National Park (03.08.-05.08.)

Am 02.08. waren nun endlich alle Tourteilnehmer beisammen und es folgte das 1. Gruppenmeeting bzw. Tourbriefing und das 1. gemeinsame Dinner in Anchorage. Wir sind insg. Zu 8t mit einem 50% Deutschanteil, der neben mir durch Natalie (Tourguide), Thorsten (aus Nürnberg) und Uli (aus Hamburg) repräsentiert wird. Zusätzlich sind noch Evelien aus Holland und Mary, Nancy & Dave (Tourguide) aus USA dabei. Multikulti ist zwar anders aber die Gruppengröße ist perfekt. Wir haben alle super viel Platz im Truck und das Kochen ist auch nicht zu aufwendig (wenn man bedenkt, dass bis zu 18 Leute mitfahren können). Es wurde die Tour besprochen und wir haben Koch- und Zeltgruppen gebildet. Jede Kochgruppe ist abwechselnd für Frühstück, Lunch und Dinner eines Tages zuständig und unsere 1. Amtshandlung war daher eine Großshoppingtour im Fredmeyers (ähnlich Walmart), um alle Lebensmittel für die nächsten 5 Tage einzukaufen. Kühlmöglichkeiten sind natürlich im Truck vorhanden. Dazu muss man wissen, dass die Preise außerhalb von Anchorage rapide ansteigen (und Anchorage ist schon nicht günstig) und die Anzahl an großen Supermärkten Richtung Norden nimmt ebenfalls stetig ab. Jede Gruppe bekam ein Budget von 120 USD und konnte nun nach Lust und Laune für die jeweiligen Mahlzeiten einkaufen. Hört sich einfach an, ist es aber nicht..amerikanische Supermärkte sind echt besch......wenn man sie nicht kennt. Und man braucht gefühlte Stunden, um die benötigten Dinge zu finden. Allein um Frischkäse zu kaufen, der nicht 0% Fett oder 100 ungewünschte Zusätze enthält oder gar ein Analoglebensmittel ist (= „Better than Creme Cheese“, was auch immer das dann ist), brauchte ich ca. 10 Minuten. Trotzdem waren wir am Ende erfolgreich und die nächste Herausforderung war anschließend alles im Truck zu verstauen, wow was für eine Lebensmittelschlacht ;)
Und dann gings endlich los Richtung Denali National Park, wo der berühmte Mount McKinley, auch bekannt als Mount Denali, zuhause ist. Der Berg, auf dem angeblich die kälteste Temperatur weltweit gemessen wurde..brrrr....Angekommen am Rande des Parks (nach ca. 3-4 Stunden Fahrt), ging es nun zuerst ans Zelte aufbauen und sich mit dem Campingleben vertraut machen. Personenzelte, Koch- und Esszelte, Kochgeschirr, Propantank, etc. Die erste Nacht im Zelt war ebenfalls unerwartet angenehm, wir haben geschlafen wie die Bären und kalt war es auch nicht. Sind immerhin noch ca. 10°C nachts und ich habe ja ganz tolle Merinoschlafunterwäsche ;) Ganz ungewohnt ist, dass es nachts nicht dunkel wird. Die Sonne geht ca. gegen 22Uhr unter, aber es bleibt immer ein Dämmerlicht zurück und zwar die ganze Nacht. Keine Dunkelheit, kein Mond. Taschenlampe für den nächtlichen Kloweg ist also unnötig. Nur die Mosquitos, ja, die sind schon der Hammer..mehr sag ich nicht sonst kommt keiner mehr nach Alaska. Ich darf auch nicht meckern, im Gegensatz zu Ulli, die wirklich in 1 Nacht >50 Stiche (auch auf Kopf, Auge, Nase, ÜBERALL) abbekommen hat (allerdings nicht im Denali NP), habe ich nur ca. 20 kleine Stiche die eher nach Flohbisse aussehen und meine Arme, Hände und Schultern zieren. Vielleicht ists auch ne unheilbare Busch-Hautkrankheit, ich beobachte es mal weiter..:-/

Am nächsten Tag ging es dann bereits um 7:00 Richtung NP los, was bedeutete 6:00 Uhr Frühstück. Und wer war fürs Frühstück zuständig? Genau: Ich, natürlich. Also: 5:15Uhr aufstehen...YEAH...gähn. Im NP angekommen stiegen wir dann in einen Tourbus um, der in 8 Stunden durch den ganzen Park fährt und immer dann anhält wenn jemand „STOP, BEAR at 9 o´clock“ oder „MOOSE at 3 o´clock“ ruft. Und was gabs zu sehen: 14 Bären (große und kleine, braune und schwarze), einige Elche und Karibus, Eichhörnchen und eine atemberaubende Berg- und Flusslandschaft. Leider habe ich nur meine kleine Digicam und nicht wie die anderen eine schöne „große“ anständige Kamera dabei. Aber auch wenn die Fotos nicht nobelpreisverdächtig sind, bekommt man doch hoffentlich einen kleinen Eindruck von der wirklich außerordentlich beeindruckenden Landschaft des Parks.
Abends beim Pizza essen gab es dann erstmal etwas zu Lachen, da jeder an seinen Pass gedacht hatte, außer Mary, die als eine der Amerikanerinnen eigentlich wissen sollte, dass sie trotz ihren 33 Jahren kein Bier ohne ID bekommt..haha.
Am nächsten Tag gings wieder in den Park, diesmal zum Wandern und Bären suchen. Leider, oder sollte ich sagen Gott sei Dank, haben wir die Bären Mama mit den 2 Kleinen nicht mehr Auge in Auge angetroffen, hatten zwar Bärenspray dabei aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mir wirklich eine leibhaftige Gegenüberstellung wünsche. Die Anwesenheit der Bären war durch den allgegenwärtigen „Bear poop“ nur allzu deutlich und während des Lunchs auf einem grünen Hügel hat sich dann doch jeder dabei ertappt, wie er hin und wieder mehr hektisch als gelassen einen Blick hinter sich warf, um nach Meister Petz Ausschau zu halten.
Der Denali NP ist auf jeden Fall eine Garantie um Braunbären, Elche und Karibus zu sehen. Mal läuft ein Karibu neben dem Bus her oder über die Straße in nächster Nähe, dann trifft man die Bärenmama mit 2 Cubs, die wild miteinander kämpfen (davon hab ich ein cooles Video, ist aber leider zu groß zum Uploaden), dann läuft ne Bärenfamilie an der Straße entlang, etc.

Und hier ein paar Bilder zum Geschriebenen:

Die Gruppe (von links nach rechts): Mary (US), Nancye (US), Natalie (Tourguide, Ger), Ulli (Ger), Ich, Thorsten (Ger), Evelien (NL).

 Unser (Eveliens und meins) Zelt, in 5 min auf- und abbaubar.
 Unser 1. Campground am See Nähe Denali NP mit Truck, Koch- und Esszelt.

 Kochzelt mit Gaskocher und Handwaschstation vorm Eingang, Luxus!

Unsere Tourguides Nat & Dave

Denali NP:
















Searching the bears...brrrr...


Donnerstag, 1. August 2013

Welcome to Alaska!

So, endlich habe ich etwas Zeit gefunden die ersten Eindrücke der Reise festzuhalten.
Bin am 30.7. gut in Anchorage Alaska angekommen und das obwohl sie mich in Frankfurt gar nicht erst losfliegen lassen wollten..da hatte ich mich so gut auf die Amis bei der Einreise in die USA vorbereitet und war total platt als die Deutschen am Frankfurter Flughafen mich gar nicht erst starten lassen wollten (weil kein Rückflugticket aus USA). Dachte schon ich verpasse den Flieger, aber nach einigem Hin und Her durfte ich dann doch los. Ich glaube die arme Frau am Check-In Schalter war mit der Situation einfach etwas überfordert..wer reist schon mit der Fähre weiter..? Ok, ich hatte auch kein richtiges Fährticket, sondern nur ne eMail, dass ich eins gekauft habe, aber ich habe ja die Flugtickets von Kanada nach Costa Rica und von Costa Rica nach Ecuador, usw. Aber egal.
Um so mehr hatte ich mich dann auf noch bösere Amis eingestellt und habe mir als ich in der Schlange zum Security Check stand dann schon mal den am freundlichsten aussehenden USA-Beamten ausgesucht und versucht mich so anzustellen, dass ich bei ihm lande, was mir auch geglückt ist (er war der Einzige, der ab und an auch gelacht hat). Und siehe da, der wollte kaum was wissen und hat mich auch noch beglückwünscht mit der Fähre auszureisen, das wäre eine tolle Strecke..."enjoy your trip and welcome in Alaska" und nach 2 min war ich eingereist..crazy!
Dann gings mit Taxi zum Hostel. Der Taxifahrer (Sam aus Bulgarien) hat mir dann erstmal lang und breit erklärt, dass USA sein Traumland ist und Alaska der tollste Ort. Er ist vor 15 Jahren mit Nichts angekommen und hat nun 5 Häuser, 25 Autos und 2 Frauen und er hat mind. 2 Kumpels, die es genauso gemacht haben. "I love this country and you will love it too" waren seine letzten Worte. Ein guter Start also :)

Das Hostel ist ganz nett, da fühlt man sich gleich wieder wie 20 in der Jugendherberge, quasi wie ne gratis Verjüngungskur ;) Wetter hier ist auch gut, heute etwas bewölkt, aber sonst immer über 20°C. Es ist übrigens bis ca. 23 Uhr hell und um 5 Uhr geht die Sonne wieder auf. Für mich als Sonnenanbeter also ideal.

Nat and Dave, die beiden Tourguides haben mich dann erstmal zum Welcomebier im Campingstuhl in der Sonne aufm Bürgersteig vorm Hostel eingeladen, sehr relaxed. Total nett die beiden. Nat (kurz für Natalie, übrigens gebürtig aus Nürnberg mit leichtem fränkischen Dialekt extra für mich ;D) ist manchmal etwas unheimlich weil wir uns in vielen Dingen so ähnlich sind, dann brechen wir immer in schallendes Gelächter aus und ihr Mann Dave (aus Arizona) guckt dann ganz verdutzt was die 2 Hühner jetzt schon wieder haben..verry funny.
Gestern waren wir Walmart leer kaufen und das war schon meine erste Herausforderung, es ist fast unmöglich kleine Packungen von irgendwas ohne extra Sugar oder 10 weitere Geschmacksrichtungen, etc. zu finden..aber ich habs immerhin geschafft mir alles für ein gesundes Müsli zum Frühstück zu besorgen (hat nur ca. ne Std gedauert..) Nur bei Naturjoghurt bin ich gescheitert..
Gestern zum Abendessen gabs Pizza mit Barbecuesoße und Rentierwurst, die aussah wie kleine Hundehaufenwürste aber doch gar nicht schlecht war. Ich muss mir noch das Foto dazu von Evelien besorgen. Evelien ist meine holländische Zeltnachbarin, sie kam gestern an und wir sind zusammen im Hostelzimmer um uns schon mal zu beschnuppern. Sie ist ebenfalls sehr nett und wir werden bestimmt viel Spaß haben.
Gleich werde ich mal ein bisschen Joggen gehen, das Essen ist hier sehr üppig und ohne Doggybag geht gar nichts weil niemand die Portionen essen kann. Werde am Fluss entlang joggen und hoffen dass ich keinem der hier ansässigen 1000 Elche und über 500 Bären begegne..bibber..
Morgen gehen wir dann ein bisschen wandern und machen ne Städtetour und übermorgen gehts dann los mit der Campingtour Richtung Denali NP mit insg. 8 Personen (4 Deutsche, 3 Amis, 1 Holländerin). Trotz des hohen Deutschanteils wird fast immer Englisch gesprochen was ich super finde. Nur den ein oder anderen Insiderwitz über "3 im Weckla", die man hier vergeblich sucht oder wo denn im Walmart die "Balea" Produkte ausm DM sind, werden dann mal auf Deutsch rausgehauen, um Dave mal wieder zu verwirren..hehe
Während der Tour, die bis zum 18.8. geht werde ich höchstwahrscheinlich auch kein Internet haben und nur sehr selten Handyempfang, was bedeutet, dass das nächste Update und die nächsten Fotos erst danach kommen werden. Also nicht wundern.
So, und jetzt noch ein paar Bildchen für den optischen Eindruck:
 Unser Gefährt für die Tour: der umgebaute Schulbus ATKA.

 Mein Hostel in Anchorage: das Alaskan Backpackers Inn.

 Mein neuer Alaskan Bikini, man muss ja mit der einheimischen Mode gehen ;D

 Anchorage Downtown

 Kein Kommentar ;)

 Mein Zimmer: Evelien oben, ich unten.

 Hier gibts nur Einzelklos und Einzelduschen im Hostel und in jedem Raum Platz zum Radschlagen..

 Bemalter Hostelflur


 Küche mit allem was man braucht.

Und der Fernseher im Aufenthaltsraum läuft 24/7 in maximaler Lautstärke. USA halt ;)